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Warum findet vielerorts der Generationenwechsel nicht statt?
Welche psychologische Hemmfaktoren sind zu beachten?
Wie kann das Alpha-Syndrom reduziert werden?
Die Natur regelt Nachfolgefragen nach eigenen Gesetzmässigkeiten.
In vielen Tiergattungen beherrscht ein starkes, älteres und
erfahrenes Tier das Rudel. Dieses Alpha-Tier hat
und nimmt sich alle Rechte. Es frisst zuerst die besten Stücke
einer Beute, hat allein den Anspruch auf Paarungen und erkämpft
sich stets den Respekt aller Rudelmitglieder.
Wollen Sie ihre persönliche Ausprägung
der biologischen Hemmfaktoren bezüglich der Nachfolgeregelung
erfahren? Dann investieren Sie 15 Minuten in unseren
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Standortbestimmung und stellt einen Ausgangspunkt für die
allfällige Umgestaltung der eigenen Work-Life-Balance dar. |
Freiwillig gibt das Alpha-Tier seine Position
nicht ab. Es bleibt der Rudelführer, bis ein Rivale es besiegt.
Dann hat es sein Gesicht verloren und seine Regentschaft ist vorbei,
es hat ausgedient. Meistens folgen der Ausstoss aus dem Rudel und
der Tod.
Unternehmer-Nachfolge und die eisernen Gesetze
der Natur
Der Mensch wird wie ein Tier von Trieben gesteuert.
Unser Instinktverhalten ist geprägt
aus unserer Vorzeit als Höhlenbewohner. Bei Männern stehen
auf der Werteskala Prestige, Macht und Besitz hoch im Kurs. Der
Mann ist tapfer und zeigt keine Schwächen. Er ist „Herr
der Lage“ und hat Angst, ein Versager zu sein. All dies ist
in seinem Hirn tief verankert.
Der Mensch unterscheidet sich vom Tier durch
seinen Verstand und seinen freien Willen. Er kann seine Lebensprioritäten
aktiv gestalten und den Zeitpunkt seines Abtretens frei wählen.
Ohne das Gesicht zu verlieren.
Der Mensch ist mehr als nur Gewohnheitstier,
geprägt durch die Naturgesetze. Er ist auch Denktier, in
der Lage, traditionelle Verhaltensmuster zu durchbrechen. Er
kann seinen Willen in die Realität umsetzen. Anders als
in der Natur – das Alpha-Tier wird durch Dritte zum Rücktritt
gezwungen und ist dann ein „Verstossener“ –
kann der Mensch das eigene Leben und die Stossrichtungen in
den jeweiligen Lebensabschnitten frei gestalten. |
Das Alpha-Syndrom und die Unternehmer-Nachfolge
Seit über 50'000 Jahren sind Körper
und Gehirn des Menschen biologisch nahezu unverändert geblieben.
Zwar haben sich Intellekt und Gefühlswelt stark entwickelt,
dennoch wird unser Verhalten stark von archaischen Prägungen
beeinflusst.
So wie in jedem Hund verborgene Verhaltensmuster
eines Wolfes stecken, die durch Zucht und Erziehung verdeckt werden,
so sind auch bei uns Menschen Tendenzen vorhanden, die bis auf die
biologischen Grundlagen unseres Menschseins zurückzuführen
sind.
Das Alpha-Syndrom verkörpert
die Summe der Hemmfaktoren, die eine rationale Gestaltung
der Unternehmer-Nachfolge verunmöglichen. |
Die Dominanz-Falle
versteift und verknöchert
Der Unternehmer steht an der Spitze einer Organisation.
Er hat gelernt zu entscheiden und geht mutig neue Wege. Pioniere
sind beseelt durch Visionen, die realisiert werden. Damit hat er
Erfahrung, hier ist er in seinem Element.
Häufig sind Unternehmen und Unternehmer
eine Einheit. Der Unternehmer lebt für die Firma,
sie bildet seinen Lebensraum. Beide Schicksale sind eng miteinander
verknüpft. Doch was, wenn der Spitzenunternehmer nicht mehr
Spitzenleistungen erbringt? Wenn das Älterwerden sich bemerkbar
macht, wenn das Gedächtnis nachlässt? Und der Unternehmer
nicht mehr „in-tune“ ist.
Die Dominanz-Falle verhindert den offenen und
ehrlichen Dialog. Da im persönlichen Verhaltensmuster „Kommandieren
vor dem Kommunizieren“ kommt, findet kein echter
Austausch statt. Und so stagniert das Meinungsspektrum des Unternehmenseigners.
Da er immer Recht bekommt, glaubt er sich immer im Recht.
Die Planung der eigenen Nachfolge ist schwierig.
Hier fehlen dem Inhaber sowohl die individuelle Erfahrung als auch
geeignete, persönliche Gesprächspartner: die Vertrauten.
Spitzensportler haben eine berufliche Neuorientierung
meist schon in jungen Jahren zu meistern. Eine Martina Hingis oder
ein Niki Lauda, ein Bernhard Russi oder eine Annemarie Moser-Pröll.
Sie mussten ihr Anderssein in der „Post-Sport-Phase“
bewusst gestalten.
Der Generationenwechsel
bewirkt für den Unternehmer ein Versetzen in den Ruhestand.
Ruhestellung und kein Ziel vor den Augen haben, dies sind
für den Unternehmer jedoch kaum vorstellbare Zustände.
Er wird immer etwas tun wollen... |
Und dennoch: Mit Herauszögern,
Verdrängen und Abwarten ist der Sache nicht gedient. Oft werden
Unternehmenswerte zerstört, denn eine solche „Hängepartie“
wird auch innerhalb und ausserhalb des Unternehmens mit Argwohn
verfolgt. Sehr gut qualifizierte Mitarbeiter veranlasst diese Unsicherheit
zu einem Stellenwechsel: Sie verlieren Geduld und Vertrauen. Dieser
Know how-Abfluss ist für das Unternehmen sehr schädlich.
Reparieren und Kurieren ist immer „second
best“
Durch das Alpha-Syndrom, durch externe Zwänge
oder durch familieninterne bzw. gesundheitlich bedingte Notsituationen
verunmöglichte unternehmerische Generationenwechsel sind für
alle Beteiligten sehr unbefriedigend. Die Unternehmer-Nachfolge
wird erst geregelt, wenn es dazu eigentlich schon zu spät ist.
Ohne den benötigten gedanklichen und zeitlichen Vorlauf.
Lässt sich der Leaderwechsel
nicht mehr proaktiv gestalten, fehlt die Zeit für die
Durchsetzung optimaler Konzepte. Die Chance, harmonische
Lösungen zu realisieren, ist verspielt. Andere Personen
übernehmen die Verantwortung. Analog zum Naturgesetz
werden stärkere Personen das Ausscheiden des
Unternehmers regeln: ein Konkursbeamter, ein Familienmitglied,
ein Verwaltungsrat oder gar ein Konkurrent, der die Schwächephase
der Firma konsequent nutzt. |
Der Unternehmer mit dem Rücken
an der Wand muss vordergründige Lösungen akzeptieren und
improvisieren. Oft wird vergessen, dass rechtliche Vorschriften
Umgründungen und die Ausschöpfung entsprechender Steuervorteile
nur erlauben, wenn beispielsweise eine „Ruheperiode“
von über 5 Jahren beachtet wird.
Fragen? Mehr Details erfahren
Sie im persönlichen Gespräch mit Dr. Leonhard Fopp.
CONTINUUM
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